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Bilder des Monats im Jahr 2022

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September 2022

Der Gewöhnliche Blutweiderich ist eine auffallend, schöne, kräftig, lilarot blühende Wildstaude. Sie ist jedoch nicht nur eine Augenweide, sondern sie lockt auch viele verschiedene Schmetterlinge, Bienen und Hummeln an. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Die mehrjährige Wildpflanze wächst an feuchten Standorten und kann eine Höhe von 2 m erreichen.
Hans Jakob

August 2022

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist ein kleiner Schmetterling aus der Familie der Bläulinge. Dieser hat einen unglaublich interessanten Lebenszyklus. Da er auf den Wiesenknopf angewiesen ist – den es nur an wenigen Standorten gibt – ist er sehr selten. Der Falter ernährt sich vom Nektar des Wiesenknopfs und das Weibchen legt auch ausschließlich seine Eier darauf ab. Später dient den jungen Raupen diese als Futterpflanze. Im Spätsommer lässt sich die entwickelte Raupe dann auf den Boden fallen und wartet darauf von Knotenameisen in deren Bau getragen zu werden. Da Ameisen eigentlich zu den Fressfeinden zählen, wendet die Raupe einen Trick an. Sie produziert einen speziellen Honigduft, wodurch die Ameisen betört werden. Im Ameisenbau überwintert die Raupe und ernährt sich räuberisch von der Ameisenbrut. Wenn nach dem Verpuppen im Frühjahr sich der Schmetterling entwickelt hat muss dieser das Ameisennest schnell verlassen, denn jetzt funktioniert die Tarnung nicht mehr.
Hans Jakob (Foto: Markus Dähne)

Juli 2022

Der Kleine Feuerfalter ist ein Schmetterling, der zu den Bläulingen gehört. Trotzdem sind die Falter nicht blau, sondern auf der Oberseite der Vorderflügel überwiegend leuchtend orangerot. Man trifft die tagaktiven Falter u.a. auf Magerrasen, Brachen und Ruderalflächen an. Abhängig von der jeweiligen Region und deren klimatischen Bedingungen kommen sie jährlich in drei bis vier Generationen vor. Männliche Falter verteidigen ihr Revier und dulden keine anderen männlichen Falter – auch anderer Arten – in ihrem Areal und versuchen sogar deutlich größere Arten zu vertreiben. Erwachsene Falter suchen an unterschiedlichen Blüten nach Nektar. Die wichtigsten Nahrungspflanzen für die Raupen sind verschiedene Ampferarten.
Hans Jakob

 

Juni 2022

Der Rote Holunder (Sambucus racemosa), auch Traubenholunder genannt, ist ein einheimischer, völlig unkomplizierter Strauch. Die cremefarbenen bis gelblichen, hochstehenden Blütenrispen, die von April bis Mai/Juni blühen sind ein Insektenmagnet! Seine relativ langen Blätter (10-25 cm) sind gefiedert und auf der Oberseite dunkelgrün, während die Unterseite leicht bläulich wirkt. Im Juli/August sind seine scharlachroten, glänzenden, in Trauben stehenden Früchte reif. Die rohen Beeren sind ungenießbar, aber gekocht ergeben sie eine gute Marmelade oder Gelee. Der Rote Holunder wächst am liebsten im feuchten Halbschatten, Trockenheit verträgt er nicht.
Inge Mebus

 

Mai 2022

Die Gewöhnliche Pestwurz (Petasites hybridus) gehört zur Familie der Korbblütler. Die rosa-weißen Blüten erblühen in der Zeit von März bis Mai. Danach bilden sich weißhaarige Fruchtstände, deren Samen durch den Wind verbreitet werden. Während der Blütezeit sind die Blätter noch sehr unscheinbar, danach können die herzförmigen Blätter auf eine Größe von bis zu 100 cm Länge und 80 cm Breite heranwachsen. Die Pflanze wächst bevorzugt in nassen Wiesen, an Ufern und an feuchten Waldrändern. Früher wurde die gewöhnliche Pestwurz als Heilmittel bei Geschwüren oder Pestkranken verwendet und auch heute noch wird sie in der Medizin eingesetzt.
Sophie Schnitzenbaumer

April 2022

Der Frühlings- oder auch Speisemorchel gilt wie schon der Name sagt, als schmackhafter Speisepilz. Obwohl der innen hohle Pilz einen breiten Bereich an auch bei uns vorkommenden Lebensräumen nutzt, ist er nicht häufig anzutreffen und steht deshalb vielleicht auf der Roten Liste. Seine runzlichen Fruchtkörper bildet er hauptsächlich im April und Mai. Verwechselungsgefahr besteht allenfalls mit den Lorchelarten, die als ungenießbar und auch giftig gelten.
Eike Hagenguth

März 2022

Jetzt, nach den Wintermonaten sehnt sich jeder von uns nach Sonne und nach dem Erwachen der Natur. Die ersten Frühjahrsblütler erfreuen uns mit ihren kräftigen Farben und lassen Frühjahrsstimmung aufkommen. So blühen – abhängig von den vorhandenen Temperaturen – bereits ab Mitte Februar: Gänseblümchen, Primel, Schneeglöckchen, Wildkrokusse, Wildalpenveilchen und Winterlinge. Das Foto zeigt eine Wiese mit einer Vielzahl von herrlich blühenden Wildkrokussen und Wildalpenveilchen im Landschaftsschutzgebiet am Hang Leonardiweg/Kohlstattsiedlung.
Hans Jakob (Foto: Walter Straub)

Februar 2022

Ja, man traut seinen Augen nicht, wenn man Bienen mitten im Winter an einer blühenden Schneerose antrifft. Um ein wenig von dem begehrten Blütenstaub ab zu bekommen drängeln sich auf dem Foto gleich 6 Bienen an einer unwiderstehlich duftenden Blüte. Ist dies dem Klimawandel zuzuschreiben? Auf jeden Fall dürften mittlerweile alle spüren, dass die letzten Winter nicht mehr so sind wie in früheren Zeiten – mit großen Schneemengen und Dauertieftemperaturen von minus 15° und kälter. Zu diesen Zeiten waren Bienen ganz sicher nicht unterwegs!
Inge Mebus

Januar 2022

Vögel im Winter: Kleine, rundliche Federbällchen mit einem langen Schwanz, das sind Schwanzmeisen (Aegithalos caudatus) die sich hier mit großem Appetit über einen Meisenknödel hermachen. Schwanzmeisen treten meistens in kleinen Trupps auf und unterhalten sich lebhaft mit sehr feinen Stimmchen "si si si " und "zerrrr ". Sie sind immer in Bewegung und turnen akrobatisch an den dünnsten Zweigen. Ihr Federkleid variiert von hellbraun mit schwarzem "Mantel" bis z.T. fast weiß, das sind dann in der Regel Vögel aus Nord- und Osteuropa, die im "wärmeren" Mitteleuropa den Winter verbringen.
Inge Mebus