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Dezember 2021

Die meisten Schmetterlinge überwintern als Raupe, verpuppt, oder als Ei. Nur wenige, bei uns vorkommende Arten, überleben den Winter als ausgewachsene Schmetterlinge. Der Zitronenfalter kann ungeschützt im Freien, z.B. unter einem Brombeerblatt, einem Grasbüschel, an einem Ast hängend, oder im Laub am Boden, den Winter überstehen. Selbst wenn er komplett von Schnee bedeckt ist, hält er dies aus, denn er übersteht Temperaturen von bis zu -20 Grad. Dies ist ihm möglich, da er ein körpereigenes Frostschutzmittel erzeugt.
Hans Jakob

November 2021

Herbstkrokusse – nicht zu verwechseln mit Herbstzeitlosen – blühen bei uns ab Mitte Oktober bis Anfang November. Die sehr langen Blütenhälse sind an die Herbstblüte angepasst, denn in ihren eigentlichen Lebensräumen wachsen sie durch Altgras hindurch und werden dadurch gestützt. In kurz geschnittenen Wiesen oder Rasenflächen kippen die Blüten deshalb leicht um.
So wie Frühjahrskrokusse eine der ersten Nahrungsquellen für Insekten sind, sind die Herbstkrokusse eine der letzen im Jahr.
Eike Hagenguth

Oktober 2021

Der zu den Stachelingen zählende Habichtspilz fällt durch die eigenartige Struktur der Hutoberfläche auf. Diese, dem Federkleid eines Greifvogels ähnliche Hutstruktur, ist sicher Namensgeber für diesen Pilz. Als junger Pilz ist er essbar und gilt getrocknet als guter Würzpilz. Allerding soll er bei uns auch eine hohe Becquerel-Belastung haben. Er ist besonders auf sehr nährstoffarmen Waldböden anzutreffen.
Eike Hagenguth

September 2021

Die wunderbare Blütenfarbe der Echten Kratzdistel (Cirsium vulgare) zieht nicht nur unsere Blicke auf sich, sondern diese ist auch ein absoluter Insektenmagnet. Auf dem Foto sammelt eine Biene den Blütenstaub, jedoch sind es aber in erster Linie Hummeln und Käfer, die die Bestäubung der Pflanze vornehmen. Die lanzettenförmigen Stacheln, die ausgesprochen unangenehm sind, haben der Distel auch den Namen Lanzett-Kratzdistel eingebracht. Sie wächst gerne in der Sonne an Wegrändern, Kahlschlägen und Ödland.
Inge Mebus

August 2021

Erdhummeln gehören zu den häufigsten Hummeln bei uns. Zu erkennen sind sie an ihrer schwarzen Behaarung und an den gelben Binden. Hummeln zählen zu den wichtigsten Bestäuberinsekten. Bei der Nahrungssuche sind sie nicht wählerisch und suchen nach Nektar und Pollen an einer Vielzahl von Blüten (Foto: auf Blüte eines Echten Alant). Dank ihres kräftigen Körperbaus und ihrer pelzigen Behaarung können Hummeln schon früh im Jahr bei einstelligen Temperaturen unterwegs sein. Mit bis zu 600 Individuen in einem Nest erreichen sie die größten Volksstärken unter unseren Hummelarten. Die Nester werden meist unterirdisch, oft in verlassenen Mäusenestern gebaut.
Hans Jakob

Juli 2021

Das Weiße Waldvöglein gehört zur Familie der Orchideengewächse. Bei der von Mai bis Juli blühenden Orchidee handelt es sich um einen Selbstbestäuber. Die Bestäubung erfolgt in der Regel also nicht durch Insekten. Bereits vor dem Aufbrechen der Blüten sinken die Pollinien auf die Narbenoberfläche und berühren den Narbenschleim. Damit ist die Bestäubung schon vor dem Aufblühen abgeschlossen. Als Wuchsort bevorzugt das Weiße Waldvöglein hauptsächlich lichte bis dunkle Laub-, Nadel- und Mischwälder.
Dieses prächtig gewachsene Exemplar wurde im Deisenhofener Forst aufgenommen.
Hans Jakob

Juni 2021

Der Bienenfresser ist ein exotisch erscheinender, extrem farbenprächtiger Vogel. Sein Name nimmt Bezug auf seine Nahrung, die hauptsächlich aus Bienen, aber auch Hummeln, Wespen, Hornissen, Libellen und anderen Großinsekten besteht. Das Hauptverbreitungsgebiet des Wärme liebenden Vogels liegt in Südost- und Südwest-Europa. Seit den 1990er Jahren brütet er aber auch immer häufiger in Deutschland. Bienenfresser sind auch bei uns am Ort zu beobachten, was allerdings recht selten der Fall ist. Mit etwas Glück bekommt man die Vögel zu sehen, wenn diese aus ihren Winterquartieren in Afrika kommend in ihre Brutgebiete (oder auch in umgekehrter Richtung) bei uns durchziehen. Sie gehören zu den Arten, die vom Klimawandel profitieren.
Hans Jakob

Mai 2021

Das Landkärtchen ist ein bei uns relativ häufig vorkommender Schmetterling, dessen Name sich auf die Zeichnung der Flügelunterseiten bezieht. Diese sind mit einem Netz von Linien durchzogen und sehen daher wie eine Landkarte aus. Die Schmetterlinge gibt es in zwei Generationen, die sehr unterschiedlich gefärbt sind. Die Grundfarbe der Flügeloberseite ist bei der Frühjahrs-Generation orangefarben und die der Sommer-Generation dagegen schwarzbraun. Die von der zweiten Generation stammenden Puppen überwintern und bilden dann die Frühjahrs-Generation.
Hans Jakob

April 2021

Im Jahr 2021 wurde erstmals der Vogel des Jahres nicht von einem Fachgremium bestimmt, sondern mittels einer Bürgerwahl ermittelt. Dabei fiel die Entscheidung auf das Rotkehlchen.
Dieses ist anhand seiner roten Brust leicht zu erkennen und daher kennt es auch jeder. Bei dieser Art haben Männchen und Weibchen ein gleiches Gefieder und sind daher nicht unterscheidbar. Obwohl bei nahezu allen Singvögeln nur die Männchen singen, machen die Rotkehlchen eine Ausnahme, denn diese singen beide. Der Vogel kommt bei uns ganzjährig vor. Den anfangs noch verhaltenen Gesang hört man oft bereits in den Wintermonaten. Im zeitigen Frühjahr hört man dann den schönen, melancholischen Gesang an vielen Stellen im Ortsbereich, an den Waldrändern und auch in den Wäldern.
Hans Jakob

März 2021

Die Kornelkirsche (Cornus mas) gehört zu den Hartriegelgewächsen. Sie öffnet bereits Ende Februar/ Anfang März ihre gelben Blüten. Somit gehört sie zur Freude der Bienen zu den am frühesten blühenden Sträuchern. Der Strauch, der bis zu 6 Meter hoch werden kann, sollte eigentlich in keinem Garten fehlen, denn er ist nicht nur eine frühe Bienenweide, sondern seine kirschroten, eiförmigen Früchte, die ab Mitte September reif werden, sind für viele Vögel noch eine köstliche, vitaminhaltige Nahrung vor dem nahenden Winter.
Inge Mebus

Februar 2021

Bei der Silberweide handelt es sich um einen Baum, der meist in der Nähe von Gewässern steht. Der Name nimmt Bezug auf die silbrigen, schmalen Laubblätter. Die meisten Weidenarten kommen in Buschform vor, jedoch die Silberweide kann als Baum bis zu 35 m hoch und bis zu 200 Jahre alt werden. Bäume haben grundsätzlich für die Natur und Umwelt einen hohen Stellenwert. Sie prägen aber auch das Ortsbild und geben uns Menschen ein Gefühl von Heimat. Der Standort dieser herrlichen, mehrstämmigen, alten Silberweide ist zwischen dem Vorderen und Hinteren Gleißental an der Bergstraße.  
Hans Jakob

Januar 2021

Bei einem Spaziergang im winterlich angehauchten Wald entdeckt man die Kunstwerke und die Schönheiten der Natur. Die herrlich frische Luft tut gut und in der Stille des Waldes hört man Vögel wie die Haubenmeise und das Wintergoldhähnchen. Aber auch andere Vögel machen auf sich aufmerksam, so z.B. der Buntspecht mit seinem Hämmern an dürren Ästen, der Schwarzspecht mit durchdringenden Rufen und die Kolkraben, die mit ihrem Gekrächze ihre Reviere abstecken.
Selbst ohne den ersehnten Schnee zu dieser Jahreszeit ist so ein Spaziergang eine Bereicherung für Herz und Seele.
Inge Mebus