Bilder des Monats im Jahr 2015

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Bluthänfling

Dezember 2015

Unentbehrlich für Bluthänflinge im Winter sind Oberbodendeponien mit reichlichem Bestand abgestorbener, samentragender, meist einjähriger Kräuter. Sehr beliebt ist bei den Vögeln die von uns Menschen als Unkraut nicht geliebte Melde (Chenopodium album). Diese ist inzwischen in der Kulturlandschaft nahezu verschwunden und wächst bei uns fast nur noch in den Kiesabbaugebieten.
Eike Hagenguth

Erdstern

November 2015

Das eigenartige Gebilde der Erdsterne findet man vom Spätsommer bis in den Spätherbst. Diese Pilz-Gattung ist mit mehreren Arten in Deutschland, somit auch in Bayern und gelegentlich auch in unseren Wäldern vertreten. Erdsterne ernähren sich saprophytisch, d.h. sie ernähren sich von verrottendem organischem Material. Anfangs entwickeln sich die Fruchtkörper dieser Pilze meist als Kugelform unterirdisch. Bei der Reife platzt die äußere Hülle sternförmig auf und verleiht so dieser Pilzgattung ihren Namen. Die Sporen des Pilzes befinden sich in der kugelförmigen Hülle im Zentrum des Sterns und werden über eine Öffnung freigesetzt.
Eike Hagenguth

Erdbeerspinne

Oktober 2015

Die Erdbeerspinne (Araneus alsine) ist eine kaum verwechselbare ca. ein Zentimeter große Spinne. Sie steht inzwischen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Das Foto zeigt ein Weibchen, welches beim Mähen unserer Streuobstwiese gefunden wurde. Obwohl in der Literatur als Lebensraum feuchte Wiesen und Waldränder genannt werden, hat offenbar auch die eher trockene Streuobstwiese ihren Ansprüchen genügt.
Eike Hagenguth

Gemeine Eichenschrecke

September 2015

Die Gemeine Eichenschrecke ist eine kleine unscheinbare Art, die sicher in vielen einigermaßen naturnahen Gärten vorkommt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Arten erzeugen die Männchen (siehe Foto) ihren "Minnegesang" durch schnelles Klopfen mit den Hinterbeinen auf Laub oder Zweigen. Dieser eigenartige Gesang ist den Angaben nach nur bis zu einem Meter Entfernung zu hören, sodass er wohl von uns Menschen kaum wahrzunehmen ist.
Eike Hagenguth

Kaisermantel
Foto: Helga Wunderlich

August 2015

Der bei uns relativ häufig vorkommende Kaisermantel ist ein großer Schmetterling, der zur Familie der Perlmuttfalter (Edelfalter) gehört. Man trifft ihn hauptsächlich an sonnigen Waldrändern, Waldwegen und blütenreichen Waldlichtungen, aber auch in Parks und Gärten an. Der Schmetterling fliegt jährlich in einer Generation von Ende Juni bis Mitte September. Er bevorzugt den Nektar der Blüten von: Brombeeren, Disteln, Skabiosen, Wasserdost und Sommerflieder (in Gärten). Die Eiablage erfolgt unter der Rinde von Bäumen, in deren Nähe verschiedene Veilchenarten wachsen. Die geschlüpften Raupen überwintern ohne zu fressen unter der Baumrinde. Erst im nächsten März werden sie aktiv und beginnen dann von den Blättern der Veilchen zu fressen. Danach erfolgt die Verpuppung, die nach ca. 14-25 Tagen zum Schmetterling führt.
Hans Jakob

Laubfrosch

Juli 2015

Laubfrösche werden bis 5 cm groß und 9 Gramm schwer (abhängig ob Männchen oder Weibchen, vom Alter und auch von der Jahreszeit). Sie überwintern in der Nähe von Gewässern in der Erde und beginnen in der ersten Aprilhälfte zu ihren Laichgewässern zu wandern. Dort angekommen, beginnen die Männchen – hauptsächlich in den Abendstunden und bis Mitternacht – mit ihren lautstarken, über 2 km weit zu hörenden Balzrufe. Das Weibchen legt – in vielen einzelnen kleineren Eiballen – in einem Frühjahr bis zu 1000 Eier. Außerhalb der Fortpflanzungszeit verbringen Laubfrösche den größten Teil ihres Lebens an Land. Laubfrösche sind in ihrem Bestand überall sehr stark gefährdet, so auch bei uns, wo es leider nur noch wenige einzelne Vorkommen gibt! Ohne aktive Schutzmaßnahmen durch den BUND Naturschutz Oberhaching würde es jedoch um unsere Bestände noch erheblich schlechter aussehen.
Eike Hagenguth

Feldlerche
Foto: Markus Dähne

Juni 2015

Unsere Feldlerchen sind Zugvögel und verbringen den Winter hauptsächlich in Südwestfrankreich. Als Frühheimkehrer kommen die ersten Vögel bereits im Februar zurück und bald darauf beginnen die Männchen mit einem einzigartigen im Steigflug ausdauernd vorgetragenen trillernden Gesang ihre Brutreviere zu besetzen und sich bei den Weibchen bemerkbar zu machen. Beim Singflug erreicht das Männchen oft eine Höhe bis 100 m und bleibt dann am Himmel singend minutenlang stehen (nur noch als Punkt erkennbar). Danach gleitet es langsam hinunter und „stürzt“ oft wenige Meter über dem Boden ab. Dieses beeindruckende „Schauspiel“ kann man Gott sei Dank bei uns noch hauptsächlich über den Äckern des Lanzenhaarer Feldes beobachten.
Leider ist die ehemals häufig vorkommende Feldlerche im Bestand stark gefährdet und steht daher auf der Roten Liste Bayern. Die Hauptursache für den starken Rückgang liegt an der intensivierten Landwirtschaft. Die Vögel benötigen als Bodenbrüter Reviere wie: breite Feldsäume, Brachflächen oder Getreidefelder mit Lücken, die jedoch immer mehr verloren gehen. Zusätzlich ist aber auch die Bejagung auf ihren Zugwegen eine weitere Gefährdungsursache.
Hans Jakob

Biber
Foto: Gerhard Mebus

Mai 2015

Ende April 2015 hat sich ein Biber in einem vom BUND Naturschutz angelegten Teich im Gleißental aufgehalten. Vermutlich handelte es sich um einen wandernden Jungbiber, der nach 2 Jahren bei den Eltern das Revier im Deininger Moos verlassen musste, um sich nach einem eigenen neuen Revier umzuschauen.
Der Biber ist das größte einheimische Nagetier. Charakteristisch sind seine dicken Nagezähne und sein abgeflachter breiter Schwanz (auch als „Kelle“ bezeichnet). Sein Lebensraum sind Teich-, Bach- und Flussufer mit Weichholzbeständen. Im Sommer besteht seine Nahrung hauptsächlich aus jungen Baumtrieben, sowie verschiedenen Wasser- und Uferpflanzen. Im Winter stellt die Rinde von Bäumen seine Hauptnahrung dar.
Hans Jakob

Haubenmeise

April 2015

Im Gegensatz zu den häufigen und uns vertrauten Kohl- und Blaumeisen zimmern sich die deutlich selteneren Haubenmeisen ihre Nisthöhle in morsche Baumstämme meistens selbst (das Foto zeigt diese an ihrem Brutplatz). Sie sind hierdurch relativ unabhängig von vorhandenen Bruthöhlen, riskieren aber, dass ihre Brut Fressfeinden leichter zum Opfer fällt. Besonders der Buntspecht kann mühelos das Nest ausplündern.
Eike Hagenguth

Krokus mit Biene
Foto: Brigitte Herion

März 2015

Krokusse zählen zu unseren beliebtesten Frühjahrsblühern. Wie auf dem Foto zu sehen, sind sie nicht nur bei uns Menschen beliebt, sondern auch bei den Bienen. Schade eigentlich, dass sie auf unseren öffentlichen Grünflächen weitestgehend fehlen. Wer viele Jahre etwas von den Krokussen in seinem Garten haben möchte, darf die nach der Blüte erscheinenden Blätter nicht vor Ende Mai abschneiden bzw. abmähen.
Eike Hagenguth

Stare im Winter

Februar 2015

Unsere Stare sind Zugvögel, die im Spätherbst in ihre Winterquartiere – die sich hauptsächlich im Mittelmeerraum befinden – ziehen. Zwischenzeitlich treten aber nicht mehr alle Vögel diese Reise an, sondern ein immer größerer Teil überwintert in Südwestdeutschland. Wenn die Stare wieder zu uns zurückkehren, dann ist der Frühling nicht mehr weit; so war es zumindest in der Vergangenheit. In den letzten Jahren waren immer einzelne Vögel bereits Ende Januar zu beobachten. In diesem Jahr aber wurden bereits ab dem 2. Januar kleine Schwärme von 30 und danach bis zu 120 Vögel gesichtet. Allerdings hat nicht jeder Beobachter sofort die Stare erkannt, denn deren Gefieder ist um diese Jahreszeit (nach der Herbstmauser) noch weiß gepunktet und glänzt nicht so wie im Sommer. Das veränderte Verhalten der Stare wirft natürlich die Frage auf: Hat dies etwas mit der Klimaerwärmung zu tun?
Hans Jakob

Habicht
Foto: Marianne Nienhaus

Januar 2015

Beim Habicht (Vogel des Jahres 2015) handelt es sich um eine Greifvogelart. Der Großteil seiner Beute besteht aus mittelgroßen Vögeln, wozu Straßen- und Ringeltauben sowie Rabenvögel (Krähen, Elstern und Eichelhäher) gehören. Hiermit übernimmt der Habicht eine wichtige Rolle im Rahmen der natürlichen Auslese. Der bei uns am Ort mit geschätzten 2 Brutpaaren selten vorkommende Habicht hält sich hauptsächlich in unseren Wäldern auf. Weitere Infos hierzu...
Hans Jakob