Bilder des Monats im Jahr 2016

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Schwanzmeise
Foto: Inge Mebus

Dezember 2016

Die Schwanzmeise ist durch ihren Namen charakterisiert, denn ihr Schwanz ist länger als ihr Körper. Der Schwanz dient ihr zum Ausbalancieren beim Hangeln auf den äußeren Enden feiner Zweige, auf denen sie oft ihre Nahrung sucht (Insekten, Larven, Spinnen und deren Eier; im Winter auch Samen und Knospen). Sehr beliebt sind im Winter aber auch Meisenknödel, an denen man oft mehrere Exemplare gleichzeitig beobachten kann. Bei der heimischen Art – die ganzjährig bei uns bleibt – erstreckt sich über den Augen von der Stirn bis zum Nacken ein schwarzes Band. Bei den nordischen Wintergästen handelt es sich um eine Unterart, deren Kopf einfarbig weiß ist. Im Herbst und im Winter streifen oft Trupps von Vögeln bei der gemeinsamen Nahrungssuche umher.
Hans Jakob

Braunstieliger Streifenfarn

November 2016

Der „Braunstielige Streifenfarn“ (Asplenium trichomanes) ist eine kleine, wintergrüne Pflanze, die zwischen 5 und 25 cm hoch werden kann. Im Frühjahr verliert sie ihre Fiedern (Blättchen), jedoch die braunen Stiele bleiben noch längere Zeit bestehen, währenddessen aus dem Streifenfarn bereits neue Triebe sprießen. Da der kleine Farn schattige, steinige Plätze liebt, sind die Nagelfluh-Felsen im Gleißental sein idealer Lebensraum.
Inge Mebus

Wollbiene
Foto: Brigitte Herion

Oktober 2016

Wollbienen sehen durch ihre gelb-schwarze Zeichnung ähnlich wie Wespen aus. Die Männchen sind mit 14 – 18 mm deutlich größer als die Weibchen mit 12 mm. Auffällig sind die Männchen insbesondere durch ihr territoriales Verhalten, denn sie patrouillieren und verteidigen ihre Futterpflanzen (bevorzugt Schmetterlings- und Lippenblütler) gegenüber Konkurrenten. Die solitär lebenden Bienen nutzen als Nistplätze jegliche Art von Hohlräumen (im Boden, in Felsspalten, in Wänden, in Mauer- und Holzlöchern). Die Brutzellen fertigen die Weibchen aus Pflanzenwolle an (daher der Name Wollbiene), die sie mit einem Drüsensekret imprägnieren.
Hans Jakob

Pfifferling

September 2016

Wer kennt ihn nicht, den Pfifferling. Dieser auffällige Pilz ist einer der wichtigsten Waldpilzarten und wird in großen Mengen aus östlichen und südöstlichen Ländern eingeführt. Ausnahmsweise ist er in diesem Jahr auch bei uns recht gut vertreten. Allerdings sind auch seine Bestände in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen. Deshalb steht auch der Pfifferling bei uns auf der roten Liste. Das heißt, dass er zwar noch von Privatpersonen gesammelt werden darf, aber in vertretbaren Mengen.
Eike Hagenguth

Hufeisenklee-Widderchen
Foto: Eike Hagenguth

August 2016

Widderchen – von denen es verschiedene Arten gibt (Foto: Hufeisenklee-Widderchen) – sind Insekten die zur Ordnung der Schmetterlinge gehören. Obwohl diese zu den Nachtfaltern zählen, sind fast alle Arten am Tag aktiv. Die Falter, die im Hochsommer fliegen, sitzen am späten Nachmittag bevorzugt auf violetten Blüten, saugen Nektar und bestäuben dabei gleichzeitig die Blüten. Alle bei uns vorkommenden Arten haben schwarze Flügel mit rot gefärbten Flecken, von denen sich der oft auch benutzte Name „Blutströpfchen“ ableitet. Der Bestand an Widderchen ist insgesamt stark abnehmend. Bei uns kommen Widderchen ausschließlich auf wenigen Magerrasenflächen (ökologischen Flächen) vor.
Hans Jakob

Rosenkäfer

Juli 2016

Der grünblau schimmernde Rosenkäfer (Cetonia aurata) ist etwa 1,5 – 2 cm groß. Er ist in ganz Europa verbreitet, kommt jedoch im Süden häufiger vor. In der warmen Mittagszeit findet man ihn am ehesten in duftenden Blüten (auf Foto an Nachtviole), wo er sich an Pollen labt. Er liebt auch reife Früchte, ist aber kein Schädling. Seine Larven ähneln Engerlingen. Sie leben u.a. in Nestern der Waldameise, aber auch in Komposthaufen, wo sie sich von abgestorbenen Pflanzen ernähren.
Inge Mebus

C-Falter

Juni 2016

Der mit einer Flügelspannweite von ca. 4-5 cm große C-Falter gehört zu den Edelfaltern. Auffällig ist die weiße, C-ähnliche Zeichnung, auf den Flügelunterseiten, die dem Falter seinen Namen gab. Die Falter treten in zwei Generationen im Jahr auf. Nur die zweite – etwas dunkler gefärbte Generation – überwintert als Falter bei uns. Ihr Lebensraum sind oft Waldwege und Waldränder, wobei zur Eiablage neben Brennnesseln besonders Salweiden-, Hasel- und Ulmengebüsche bevorzugt werden. In Gärten suchen sie gerne Nektar an Beerensträuchern und Gartenblumen. Im Hochsommer saugen sie auch gerne an Fallobst. Die Weibchen legen etwa 250 Eier einzeln auf die Futterpflanzen ab. Die Raupen schlüpfen nach 2-3 Wochen. Sie leben als Einzelgänger und sind nach sechs Wochen ausgewachsen.
Hans Jakob

Feuerwanze (Paarbildung)
Foto: Brigitte Herion

Mai 2016

Die 8-20 mm großen Feuerwanzen fallen durch ihren roten Panzer, der mit schwarzen Punkten, Dreiecken und Halbmonden bedeckt ist, auf. Bereits im März verlassen die überwinternden Tiere an sonnigen Tagen ihre Winterquartiere. Die sozialen Tiere treten oft in größerer Anzahl zusammen auf. Sie verständigen sich durch Duftstoffe, die sie aus Stinkdrüsen versprühen. In der Paarungszeit (April/Mai) sieht man oft verbundene Pärchen. Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 60 Eier. Die daraus schlüpfenden Larven häuten sich in ca. 40 Tagen fünfmal, bis sie ausgewachsen sind. Da sie hauptsächlich totes Tier- und Pflanzenmaterial fressen, sind sie für einheimische Pflanzen und auch für Menschen nicht schädlich.
Hans Jakob

Blaue Holzbiene

April 2016

Eine außergewöhnlich seltene Erscheinung bei uns ist die hummelgroße Blaue Holzbiene. Ihr Lebensraum liegt eigentlich in wärmeren Gebieten wie im Mittelmeerraum, aber auch im Oberrheintal oder in Unter- und Mittelfranken. Zur Anlage ihrer Brutzellen nagen die Holzbienen Gänge in morsches Holz. Als Nahrung bevorzugen sie weitgehend Schmetterlings- und Lippenblütler.
Eike Hagenguth

Frühlings-Alpenveilchen

März 2016

Das kleine, reizende Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) ist keine einheimische Pflanze. Es hat sich aus Gärten ausgewildert und u.a. im Gleißental einen wunderbar passenden Lebensraum gefunden. Es blüht zwischen Februar und April. 
Inge Mebus

 

Haareis

Februar 2016

Das Haareis ist ein selten unter bestimmten Umweltbedingungen vorkommendes Phänomen, zu beobachten auf Totholz. Das sich im Holz befindende Myzel von Pilzen erzeugt Gase, die vorhandene noch nicht gefrorene Feuchtigkeit aus feinen Poren des Holzes an die Oberfläche drückt und bei Außentemperaturen unter 0° C gefrieren lässt. Nachdrückende Feuchtigkeit führt zum Anwachsen des Haareises, wodurch dann bizarre Muster entstehen.
Gerhard Mebus

Amerikanische Kiefernwanze

Januar 2016

Zur Winterszeit kann seit einigen Jahren ein neues Insekt im Haus oder der Wohnung auftauchen. Wenn es so aussieht wie auf dem Foto, dann handelt es sich vermutlich um die ca. 1,5 bis 2 cm große Amerikanische Kiefernwanze. Zur Überwinterung suchen die Wanzen neben verschiedensten Hohlräumen im Freien auch Wohnungen auf. Bisher deutet nichts darauf hin, dass dieser Neubürger aus Nordamerika bei uns nennenswerte Schäden anrichtet.
Wollen wir hoffen, dass es so bleibt.
Eike Hagenguth