Umwelttipps 2017

Umwelttipps die in den Kyberg-Nachrichten erschienen sind. Jahresauswahl:
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12/2017 Richtig heizen

Die Heizperiode hat seit geraumer Zeit wieder begonnen. Kachelöfen (Einsatz- und Grundöfen) und offene Kamine sorgen durch langwellige Strahlungswärme, Knistern und Prasseln der Flammen für eine behagliche Wohnatmosphäre. Um gesundheitsschädliche Geruchsbelästigungen durch stinkende Abgase möglichst zu vermeiden, sollten einige wichtige Grundvoraussetzungen beachtet werden.
So unterliegt jeder Ofen im Haus einer Abnahme durch den Kaminkehrer und benötigt eine Zulassung. Ältere Öfen sind z.B. aufgrund erheblichen Feinstaubausstoßes nur noch wenige Jahre zugelassen und müssen gegen neuere ausgereiftere Modelle ausgetauscht – oder mit entsprechenden Filtern nachgerüstet werden, was aber teuer sein kann und sich somit nicht lohnt... Weiter
Gerhard Mebus

11/2017 Aluminium im Haushalt

Die ach so praktische Aluminium-Folie ist in vielen Haushalten vorhanden. Sie dient als Verpackungsmaterial, zum Frischhalten von Lebensmitteln, zum Braten und Grillen.
Aluminium ist ein wertvolles Leichtmetall, das auf der Pariser Weltausstellung 1867 erstmals viel Aufsehen erregte. Es wird aus Bauxit gewonnen, einem Erz, das großflächig im Tagebau abgebaut wird. Ein großer Teil lagert im Tropengürtel der Erde. Bei seinem Abbau wird Regenwald zerstört. Die Weiterverarbeitung des Bauxits ist in höchstem Maße umweltschädlich, denn als Abfall bleibt der toxische Rotschlamm zurück... Weiter
Erna Pletschacher

10/2017 Blätter, Blätter, Blätter…

Es ist doch noch gar nicht so lange her, dass Bäume mit ihrem üppigen Grün unsere Gemeinde – trotz aller Bautätigkeit – wie einen Park erscheinen ließen! Kaum haben wir bemerkt, dass sie sich verfärbt haben, dass aus dem Grün Gelb und Braun geworden ist und dass sich an sonnigen Tagen warmes Gold dazwischen gemischt hat. Und nun? Ist aus dem reichen Segen Schmutz und Abfall geworden, den man bis in die letzten Steinritzen vernichten muss?... Weiter
Elfriede Hilmer

09/2017 Zu viele Fische im Gartenteich!

Gartenteiche sind bei vielen Gartenbesitzern sehr beliebt. So ein Teich belebt den Garten in vielfältiger Weise. Er kann vielen Tierarten einen Lebensraum bieten, der sonst nicht vorhanden wäre. Angefangen bei Amphibien über Libellen, Köcherfliegen, Wasserkäfern, Ruderwanzen, den auch auf der Wasseroberfläche dahinlaufenden Wasserläufern und vielen Weiteren. Sie alle erscheinen in der Regel ganz von selbst. Bei vielen Teichbesitzern kommt nun der Wunsch auf, den Teich zusätzlich mit Zierfischen zu beleben. Man bekommt z.B. von Bekannten gratis Goldfische angeboten oder kauft sie sich in Gartencentern oder Zoohandlungen... Weiter
Eike Hagenguth

08/2017 Insektenfreundliche Außenbeleuchtung

Die natürliche dunkle Nacht bestimmt das Leben auf der Erde seit Jahrmillionen und hat das Gleichgewicht unserer Gesundheit und Natur geprägt. Wir Menschen machen die Nacht jedoch immer mehr zum Tage. Tausende von künstlichen Lichtquellen erhellen nachts unsere Wohn-, Gewerbegebiete und Straßen. Für den größten Teil des künstlichen Lichts sind die Kommunen, die Auftraggeber der öffentlichen Beleuchtung sind, verantwortlich. Danach sind aber das Gewerbe und der Handel zu nennen, die ebenfalls für viel künstliches Licht sorgen. Immer häufiger werden aber auch im Privatbereich Gärten erhellt, was u.a. deshalb geschieht, weil Gartenleuchten in Gartencentern zu „Schnäppchenpreisen“ angeboten werden und daher viele Menschen dem Kauf einfach nicht widerstehen können. Die aktuelle Entwicklung der stetig steigenden Zahl an künstlichen Lichtquellen im Außenbereich wird in Bezug auf den Artenschutz zunehmend kritisch gesehen. Man spricht in diesem Zusammenhang von „Lichtverschmutzung“... Weiter
Hans Jakob

07/2017 Dörrobstmotten

Hatten Sie schon einmal kleine Gespinstfäden im Gries, Mehl oder in den Haferflocken? Wenn ja, dann hatten Sie, oder haben Sie noch, einen lästigen, hartnäckigen und leicht zu übersehenden Vorratsschädling im Haus: Dörrobstmotten. Häufig sind diese feinen Gespinstteile ein erster Hinweis auf die Anwesenheit dieser sehr anpassungsfähigen Mottenart. Ein weiteres Anzeichen sind die ca. 6-10 mm großen Motten selbst. Sie gleichen in Ruhestellung einem dunklen ca. 3mm breiten Strich mit einem hellen Vorderteil. So hängen sie bewegungslos tagsüber an der Wand oder an Gegenständen... Weiter
Eike Hagenguth

06/2017 Klatschmohn – Blume des Jahres 2017

Mit der Wahl des Klatschmohns (Papaver rhoeas) zur Blume des Jahres 2017 möchte die Loki Schmidt Stiftung auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildpflanzen aufmerksam machen und sich für die Förderung der Biodiversität im Landbau einsetzen. Der beliebte Klatschmohn steht stellvertretend für viele bedrohte Ackerwildpflanzen. Früher waren unsere Äcker bunt: z.B. die blaue Kornblume, die violette Kornrade und der rote Klatschmohn. Aber der Einsatz von chemischen Pflanzengiften, den Breitbandherbiziden, sorgte für „saubere“ Äcker – und öde Landschaften... Weiter
Karin Simon

05/2017 Bitte mehr Farbe in die Gärten!

Wenn ich in unserer Gemeinde spazierengehe, muss ich immer mehr feststellen, wie sich unser Oberhaching vom beschaulichen Dorf in eine sterile Beton- und Steinödnis verwandelt! Das sind die öffentlichen Flächen, auf denen zu dieser Jahreszeit keinerlei Buntes wächst. Ganz anders beispielsweise in Taufkirchen, wo einen auf den Grünflächen im Frühling überall Krokusse und Osterglocken anlachen. Oder etwa die „Ergrauung“ der Bahnhofstraße in Deisenhofen, die bis auf Robinien und den nicht heimischen Gleditsien keinerlei einheimischen Pflanzen oder Sträuchern die Möglichkeit zum Wachsen bietet... Weiter
Inge Mebus

04/2017 Gesundes „Unkraut“

Nennen Sie auch eher eine Wiese als einen (Golf-)Rasen Ihr Eigen? Wo jetzt im Frühjahr der wuchernde Giersch, der ungeliebte Löwenzahn, Spitzwegerich, Gundermann oder Gundelrebe, kriechender Günzel, hübsche Gänseblümchen, duftende März-Veilchen und evtl. Wiesenschaumkraut sprießen?
Nutzen Sie diese Schätze! Viele dieser „Unkräuter“ sind alte Heilkräuter.
Die jungen Blätter des Giersch enthalten z.B. viel Vitamin C, Kalium und Eisen. Man kann sie einem Salat beimischen, einer Suppe oder einem Pesto. Es muss ja nicht Giersch pur sein. Auch die zarten Blätter von Löwenzahn und Spitzwegerich und zur Krönung ein paar Gänseblümchen können einen Salat bereichern. Oder wie wäre es mit einem grünen Smoothie?... Weiter
Karin Simon

03/2017 Hummeln

Ab März, wenn die Sonnenstrahlen den gefrorenen Boden erwärmen, kriechen die Hummeln wieder aus ihren Winterquartieren. Zu den ersten dieser Frühlingsboten gehört die Wiesenhummel. Diese 2 – 3 cm großen, stark behaarten Tierchen – lat. Bombus – sind alle Königinnen, die im Vorjahr begattet wurden und nun einen neuen Hummelstaat gründen wollen. Zu allererst aber muss sich eine erschöpfte Königin erwärmen – z.B. an sonnigen Hauswänden oder sonnig stehenden Hölzern (wie Terrassenmöbel o.ä.) – danach braucht sie unbedingt eine Stärkung! Hierzu benötigt sie Frühjahrsblüher wie Winterling, Krokus, Weidenkätzchen, Huflattich, Christrose usw... Weiter
Inge Mebus

02/2017 Ein Kinder-Garten

Die Luft ist noch kalt, der Boden gefroren, aber in vielen Gärten haben sich die gelben Köpfchen der Winterlinge schon durch den Schnee oder durch altes Laub ans Licht gearbeitet und die Blattspitzen der Schneeglöckchen sind auch zu sehen. Wer einen Garten hat, beginnt zu überlegen, was in diesem Jahr wachsen und blühen soll. An diesen Überlegungen können sich schon Kinder beteiligen, besonders, wenn sie ein eigenes kleines Beet haben oder haben werden. Schon jetzt kann man besprechen, was sie sich wünschen: Blumen am liebsten oder eher Radieserl oder ein paar Kohlrabi, die roh so gut schmecken? Oder vielleicht Schnittlauch und Petersilie, die man dann zum Kochen in der Küche brauchen kann?... Weiter
Elfriede Hilmer

01/2017 Der Waldkauz – Vogel des Jahres 2017

Der Waldkauz wurde zum Vogel des Jahres gekürt, um für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen in unseren Wäldern oder Parks zu werben. Hiermit möchte man eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren. Das Fällen alter Bäume und "eintönige Wälder" sind neben "ausgeräumten Agrarflächen" (ohne jedes Nahrungsangebot) die größten Gefahren für den Fortbestand der nachtaktiven Jäger. Der für den Erhalt der Art entscheidende Bruterfolg hängt vor allem von der Qualität des Lebensraums ab... Weiter
Hans Jakob