Umwelttipps 2019

Umwelttipps die in den Kyberg-Nachrichten erschienen sind. Jahresauswahl:
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12/2019 Zu gut für die Tonne

„Zu gut für die Tonne!“ lautet der Titel der von der Bundesregierung im Jahr 2012 ins Leben gerufenen Informationskampagne gegen Lebensmittelverschwendung. Die Initiative soll das Bewusstsein und die Wertschätzung im Umgang mit Lebensmitteln entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Verbraucher steigern. Analog dem Ziel der Vereinten Nationen soll die Menge an Lebensmittelabfällen bis 2030 halbiert werden... Weiter
Brigitte Nerl

11/2019 Medikamente im Trinkwasser

Trinkwasser ist unser wichtigstes und das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Hierzulande stammen knapp drei Viertel aus mehr oder weniger tiefen Grundwasserspeichern und etwa ein Viertel aus Quellen oder aufbereiteten Oberflächengewässern wie Seen und Flüsse. Das Wasserwerk Oberhaching fördert das Trinkwasser im Deisenhofener Forst aus einer Tiefe von 35 bis 38 Metern während der Zweckverband Endlhauser Gruppe aus Tiefen zwischen 80 und 100 Metern schöpft... Weiter 
Brigitte Nerl

10/2019 Ungebetene Wintergäste

Gemeint sind in diesem Fall tierische Gäste, auf deren Anwesenheit wir gerne verzichten.
Hier werden nur die Krabbeltiere genannt, die sich gerne und z.T. in großen Stückzahlen bei uns zur Überwinterung einfinden können. Allen gemeinsam ist, dass sie uns nicht direkt schädigen, aber besonders durch Verschmutzung lästig werden können. Eine Vermehrung der hier beschriebenen Insekten während der Überwinterung findet aber nicht mehr statt. Außer den nachfolgend genannten Arten dringen natürlich noch andere Insekten in bewohnte und unbewohnte Gebäude ein, aber in der Regel nur in geringer Anzahl. Längerfristig sterben in geheizte Räume eingedrungene Insekten durch Verhungern und Vertrocknen ab... Weiter
Eike Hagenguth

09/2019 Stachelige Schönheiten: Disteln

Der Bund deutscher Staudengärtner kürt normalerweise eine Gattung als „Staude des Jahres“, um auf die Vielfalt (Blütenfarben, Standorte,…) innerhalb dieser Gattung aufmerksam zu machen (z.B. Taglilie 2018, Iris 2016,…). 2019 fiel die Wahl jedoch auf eine Gruppe von Pflanzen unterschiedlicher Gattungen: „Edle Disteln“. Diese ausdrucksstarken Pflanzen verschiedener Gattungen haben eine Gemeinsamkeit: sie besitzen Dornen – an Stängeln, Blatträndern oder/und Blütenkelchen. Der Bund deutscher Staudengärtner beschränkt sich dabei i.W. auf Kugeldisteln (Echinops) und Edeldisteln (Eryngium) bzw. Mannstreu (deutscher Name), die zu den wohl schönsten Gartenformen zählen... Weiter
Karin Simon

08/2019 Jetzt an den Frühling denken: Frühblüher

Wer sich im kommenden frühen Frühjahr schon an den ersten blühenden Frühlingsboten in seinem Garten erfreuen möchte, muss sich bereits jetzt im August bis in den Oktober hinein an die Arbeit machen: da heißt es planen, an welchen Standorten man evtl. welche Farben blühen sehen möchte, sich auf die Suche begeben und inspirieren lassen, besorgen und schließlich pflanzen. Eingepflanzt werden bei den Frühblühern – oder Frühlingsgeophyten – Zwiebeln, Knollen oder Rhizome. Aus diesem speziellen Speicherorgan beziehen sie Energie, die zu dem frühen Blütezeitpunkt im Jahr nicht produziert werden kann. Man unterscheidet deshalb je nach Überdauerungsorgan Zwiebel-, Knollen- oder Rhizom-Geophyten, die unter der Erde überdauern. Aber für alle gilt: beste Pflanzzeit ist ab August... Weiter
Karin Simon

07/2019 Unsere Schmetterlinge

Schmetterlinge faszinieren nahezu alle Menschen und sind die Sympathieträger unter den Insekten. Kaum jemand kann sich der Schönheit der bunten Gaukler entziehen. Fast jeder – auch wer Insekten sonst nicht mag – findet Schmetterlinge zauberhaft. Dies liegt sicherlich in erster Linie an einigen, ausgesprochen schönen Arten und auch an deren spielerischem Flug. Zusätzlich fasziniert die Menschen seit jeher auch die geheimnisvolle Metamorphose (Gestaltsverwandlung), einer zuweilen hässlichen Raupe zu einem prächtigen Schmetterling... Weiter
Hans Jakob

06/2019 Die Regenwassertonne

Wir haben es gut: Wir brauchen nur den Wasserhahn aufzudrehen und schon ist Wasser da für alle unsere Bedürfnisse. So können wir einen Gartenschlauch anschließen und Beete, sogar Rasenflächen, damit gießen. Vielleicht sollten wir aber nicht so leichtfertig mit dem sauberen, aus der Tiefe hochgepumpten Wasser umgehen und in einer Regenperiode wenigstens einen kleinen Wasservorrat anlegen. Eine Regenwassertonne aufstellen oder in einem großen Garten auch mehrere, aus der wir später mit unserer Gießkanne das wertvolle Nass schöpfen können, ist eine Alternative... Weiter
Elfriede Hilmer

05/2019 Jungvogel gefunden, was tun?

Bereits im April ist es wieder so weit, dass die ersten Jungvögel ihre Nester verlassen. Für sie ist das mit der gefährlichste Lebensabschnitt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen (Mauersegler) verlassen die jungen Vögel das Nest, bevor sie einigermaßen fliegen können. Man bezeichnet sie als Ästlinge. Für Katzen, Rabenvögel und Sperber sind sie jetzt eine leichte Beute. Besondere Gefahr droht jungen Amseln von Katzen, da die Jungvögel sich mehrere Tage vor ihrer Flugfähigkeit ausschließlich am Boden aufhalten. Aber auch der Mensch kann den Jungvögeln aus lauter Tierliebe zur Gefahr werden, nämlich dann, wenn er verlassen geglaubte Jungvögel mitnimmt und diese dann durch falsche und unzureichende Pflege zu Tode kommen... Weiter
Eike Hagenguth

04/2019 Anlegen einer Blumenwiese

Das Summen der Bienen? Der eigenartige Geruch der Margeriten? Das Brummen der Junikäfer? Oder das Zirpen der Heuschrecken im August? Ja, sehen – hören – riechen, das kann man heute noch bei Blumenwiesen, obwohl sie mittlerweile so rar geworden und eigentlich nur noch in Naturschutzgebieten zu finden sind. Eine artenreiche Blumenwiese braucht immer mageren Boden, doch durch die heutigen Praktiken, die Wiesen zu mähen und das Mähgut liegen zu lassen – also zu mulchen – wird aus einer bunten, blütenreichen Magerwiese eine fette Wiese, auf der nur noch Gras, Hahnenfuß und im Höchstfall Löwenzahn wächst. Noch schneller wird eine Blumenwiese durch Düngen zerstört! Eine Blumenwiese im eigenen Garten anzulegen, ist schon etwas Besonderes, aber es ist nicht ganz einfach und erfordert vor allem eines: Geduld, Geduld und nochmals Geduld... Weiter
Inge Mebus

03/2019 Die Feldlerche – Vogel des Jahres 2019

Die Feldlerche wurde nach 1998 nun bereits zum zweiten Mal zum „Vogel des Jahres“ gewählt. Normalerweise verbindet man mit einer Auszeichnung etwas Besonderes, Positives, erst recht, wenn man gleich zweifach ausgezeichnet wird. In diesem Fall ist ihre wiederholte Wahl jedoch alarmierend, denn es gibt einen sehr traurigen Anlass dafür. Im Jahr 1998 wurde die Feldlerche gewählt, um auf ihre akute Gefährdung (ist auf der Roten Liste der Brutvögel Bayerns als gefährdet eingestuft) hinzuweisen. Verbunden hiermit war, dass man die Gründe für den starken Rückgang aufgezeigt und angemahnt hat, etwas gegen den Artenschwund zu tun. Getan wurde jedoch nahezu nichts um die Art zu retten, so dass sich die Situation nicht verbessert, sondern weiter verschlechtert hat. Die Bestände des ehemaligen Allerweltsvogels befinden sich auf einem alarmierenden Rückgang (einem deutlichen Sinkflug). In den vergangenen 25 Jahren ist ein Rückgang der Feldlerchen um ein Drittel zu verzeichnen. Aus vielen Gebieten Deutschlands ist sie bereits völlig verschwunden... Weiter 
Hans Jakob

02/2019 Umweltfreundlich Einkaufen

Wer für unsere Umwelt und für den Tierschutz gerne etwas Gutes tun möchte, für den haben wir hier ein paar Anregungen zusammengestellt. Beim täglichen oder wöchentlichen Einkauf lässt sich mit ein paar Tipps und Tricks viel erreichen. Der Trend wurde schon lange erkannt und bereits von den Supermärkten aufgegriffen: Bioware, weniger Umverpackungen, regionale Produkte und der Verkauf von wiederverwendbaren Obstnetzen statt Einweg-Plastiktüten sind mittlerweile umgesetzt. Wer diesen Trend aktiv unterstützt, hat schon einmal einen ersten Schritt getan... Weiter
Nina und Marcel Kordes

01/2019 Auf den Spuren unserer Tiere

Bei einem Spaziergang in Wald und Flur bietet sich jetzt die Gelegenheit, diesen vielleicht ungeliebten Frischluftgenuss – vor allem für Kinder – interessanter zu machen. Gehen Sie einfach mal auf Spurensuche! Natürlich hat die Natur im Winterhalbjahr nicht so viel zu bieten, wie in anderen Jahreszeiten. Zwar sind die Zugvögel nach Süden gezogen, aber einige Wintergäste sind zu uns gekommen, wie Bergfinken, Erlen- und Birkenzeisige, seltener auch Seidenschwänze. Doch alle noch aktiven Tiere hinterlassen überall ihre Spuren. Besonders nach Neuschnee sind deren Trittspuren zu finden. Wer genau hinschaut wird viele unterschiedlichste Fährten und Spuren entdecken können, z.B. dass hier ein Marder unterwegs war (Foto), ein Hase durch den Schnee hoppelte, dort ein Reh gezogen ist und da ein Fuchs durch den Schnee schnürte... Weiter
Eike Hagenguth