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Natur vor der Haustür

06/2006 Der Regenwurm - unser Helfer im Garten

Diesmal steht am Anfang unseres Tipps eine persönliche Erfahrung:
Jahrelang hatten wir das Laub auf unserem - mit „Unkräutern“ reich durchsetzten - Rasen im Herbst zusammengerecht, bis uns die Arbeit zuviel wurde und wir es unterließen. Und siehe da: Das viele Laub von Obstbäumen, Haselsträuchern, Nussbaum u.a., das nach der Schneeschmelze noch recht unschön herumlag, verschwand in erstaunlich kurzer Zeit, als die Witterung milder geworden war. Ganz offensichtlich hatten uns Regenwürmer die Arbeit abgenommen.
Der Regenwurm gräbt sich eine Röhre bis zu 1m tief in den Boden. Bei Frost zieht er sich in die Tiefe, in den frostfreien Bereich, zurück und kommt, sobald es wärmer wird, nachts an die Oberfläche um liegen gebliebene Blätter, Strohstückchen, Grashalme u.ä. zusammen zu tragen und nach und nach in seine Röhre zu ziehen, wo sie verrotten und gefressen werden. Die Ausscheidungen kennen wir als kleine Erdhäufchen. Sie sind für die Bildung von Dauerhumus sehr wichtig und enthalten Nährstoffe für die Pflanzen.
Die Röhren der Regenwürmer lassen Regenwasser leichter in den Boden eindringen, belüften auch die tieferen Schichten und bieten Hohlräume für Pflanzenwurzeln.
So ist der Regenwurm einer unserer wichtigsten Nützlinge, vorausgesetzt, er findet in unserem Garten genug, womit er seinen Hunger stillen kann.
Übrigens: In unserem Rasen - der nicht gedüngt und nicht gegossen wird - gibt es kaum kahle Stellen.

Elfriede Hilmer