Bebauungsplan: Nördlich Wagnerweg

Unsere Stellungnahme vom 24.01.2007

Vom Bund Naturschutz wird die Bebauung dieses Geländestreifens wie bereits im Aufstellungsverfahren des Flächennutzungsplanes abgelehnt.
Mit der beidseitigen Bebauung der Straße "Am Oberanger" besteht bereits ein sinnvoller Abschluss der vorhandenen Bebauung. Nunmehr soll ein neuer, wenn auch schmaler Erschließungsweg ins Gelände gelegt werden, der unökonomisch nur einseitig bebaut ist. Das Ganze wird dann paradoxerweise als Ortsabrundung bezeichnet. Eine unwirtschaftlich einseitig bebaute Erschließungsstraße könnte dann zu späterer Zeit das Argument sein, um auch die andere Straßenseite "in herrlicher Hanglage" zu bebauen.
Wir fordern, weiterhin eine Freihaltung des Hanges und des Hangfußes als ungestörten Naturraum zu erhalten und einen erlebbaren Hangbereich zu bewahren. Hierzu ist auch ein entsprechender Abstand zum Hang erforderlich.
Das Plangebiet liegt zudem weit ab der gemeindlichen Infrastruktur.
Unnötiger motorisierter Individualverkehr ist die zwangsläufige Folge. Die Planung widerspricht auch den immer wieder von der Gemeinde propagierten Planungsgrundsätzen einer Entwicklung von innen nach außen. Gemeindliches Planungsziel ist laut Erläuterungsbericht zum Flächennutzungsplan der rücksichtsvolle Umgang mit der Topographie und das Freihalten der Hangkanten. Wir sehen mit dem vorliegenden Bebauungsplan diese Ziele verletzt.
Einzig sinnvoller Inhalt eines Bebauungsplanes auf dieser Fläche wäre eine Festsetzung als Grünfläche mit begleitenden landschaftspflegerischen Maßnahmen. Hierzu sollte aber der Hangbereich mit aufgenommen werden.

Auf eine detaillierte Stellungnahme zu diesem Bebauungsplan wird aufgrund grundsätzlicher Bedenken verzichtet.