07/2014 Zeit der Beeren

Die Zeit der Blüten geht zu Ende, jetzt sind es die Früchte, die uns erfreuen. An den Verkaufsständen werden viele verschiedene Beeren angeboten und auch in vielen Gärten reifen Erdbeeren, Johannisbeeren und andere. Aber nicht nur essbare Beeren werden jetzt reif. Überall an Bäumen, an Büschen und im niedrigen Gesträuch hängen jetzt Früchte. Manche glänzen verlockend schwarz oder rot und man sieht ihnen nicht an, ob sie essbar, „ungenießbar“ oder gar gefährlich giftig für uns Menschen sind. Da hilft nur eins: Grundsätzlich – ob im Garten, im Wald, im Gleißental oder anderswo – darf man keine Blätter oder Beeren essen, die man nicht kennt. Das müssen alle Kinder lernen!

Wenn die Eltern und Erzieher sich aber auskennen, wenn sie vielleicht ein Buch mit gut erkennbaren Bildern, Beschreibungen und evtl. Warnungen haben, werden die größeren Kinder lernen, die Pflanzen zu unterscheiden: Im Frühjahr ihre Knospen, später die Blüten und dann irgendwann die Früchte, ihre Namen und ihre Bekömmlichkeit für die Menschen.

Aber das ist ein weiter Weg und besonders kleine Kinder sollte man davor schützen, mit sehr giftigen Pflanzen in Berührung zu kommen. Darum wird man in Gärten und Parks, in denen Kinder spielen, einige Pflanzen nicht wachsen lassen. Dazu gehören z.B. Maiglöckchen, Seidelbast, Fingerhut, Goldregen…, aber da stockt man schon: Sollten in unserer nächsten Umgebung keine Eiben mehr wachsen, weil sie in allen Teilen giftig sind, und kein Pfaffenhütchen (siehe Foto), das sich bei uns so wohl fühlt und so hübsche Früchte hat? Sollen wir den Efeu nicht wuchern lassen, in dessen Blüten es im späten Herbst von Bienen und anderen Insekten wimmelt, in dessen immergrünen Zweigen die Amseln gern nisten und dessen Beeren die Vögel ganz früh im Jahr fressen? Für uns sind sie giftig! Wir können hier nicht alle giftigen oder auch ungenießbaren Beerenpflanzen aufzählen. Hier aber einige von vielen ungiftigen Sträuchern: Hohe Deutzie, kanadische Felsenbirne, Kornelkirsche, Fingerstrauch, Flieder, Kolkwitzie. Bedenken sollte man übrigens, dass die Menschen verschieden reagieren und dass in vielen Fällen erst größere Mengen gegessener Früchte dem Menschen schaden. Andererseits sollten sich Große und Kleine daran gewöhnen, die Hände zu waschen, wenn sie sich draußen aufgehalten haben.

Sollte es aber doch einmal vorkommen, dass ein Kind von einer Pflanze gegessen hat, bei der Sie Gesundheitsschäden befürchten, so wenden Sie sich an einen Gift-Notruf, in München unter folgender Nummer: 089/ 19240.

Elfriede Hilmer