01/2011 Hier gibt´s Geld für Ihre Energiesparmaßnahmen

Die turbulenten Feiertage sind vorbei. Jetzt ist die richtige Zeit, um sich Gedanken über die anstehenden energetischen Sanierungen am Haus bzw. der Wohnung zu machen. Eine ganze Reihe Förderprogramme unterstützen die Finanzierung solcher Maßnahmen.

Hier einige allgemeine Tipps zu den Finanzierungshilfen:

  • Nutzen Sie die Förderung einer fachkundigen Beratung (z.B. Vor-Ort-Beratung) um eine möglichst effektive Sanierung durchzuführen.
  • Öffentliche Zuwendungen gibt es als Zuschüsse oder als zinsgünstige Darlehen, die meist über die Hausbank unter Nennung der Programm-Nr. beantragt werden müssen.
  • Prüfen Sie alle für Ihr Vorhaben relevanten Programme auf die Höhe der Fördersätze.
  • Antragstellung und Beginn der Maßnahme ist jeweils unterschiedlich. Damit Sie hier nichts falsch machen, prüfen Sie die Programmrichtlinien sorgfältig.
  • Einige Förderprogramme lassen Kumulation verschiedener Programme zu, bzw. enthalten eine Förderhöchstgrenze. Andere Programme schließen eine Kumulation völlig aus. In der Regel können Darlehens- und Zuschussprogramme kombiniert werden.
  • Informieren Sie sich zeitnah vor Antragstellung nach den aktuellen Zinskonditionen, da diese sich am Kapitalmarkt orientieren und sich häufig ändern.

Die wichtigsten Förderprogramme des Bundes für Privatleute:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), www.bafa.de fördert:

  • Marktanreizprogramm zur Förderung Erneuerbarer Energien
    Thermische Solaranlagen zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung
    Thermische Solaranlagen über 40 m2 Kollektorfläche für Ein- und Zweifamilienhäuser
    Pelletheizungen
    Holzhackschnitzelheizung
    Wärmepumpen
  • Vor-Ort-Beratung
    gefördert wird eine umfassende Beratung, bezugnehmend auf den baulichen Wärmeschutz sowie der Wärmeerzeugung und –verteilung unter Einschluss der Warmwasserbereitung und der Nutzung erneuerbarer Energien.

KfW-Förderbank, www.kfw.de (Antragstellung über die Hausbank) fördert:

  • KfW-Effizienzhaus 70 und Passivhaus: Programm-Nr. 153
    Förderung eines Niedrigenergiehauses. Der Energiebedarf entspricht mindestens dem Standard eines KfW-Effizienzhauses 70 oder eines Passivhauses.
  • Energieeffizientes Sanieren – Kredit: Programm-Nr. 151, Zuschuss: Programm-Nr. 430:
    für den Kauf einer sanierten Immobilie, die dem Standard eines KfW-Effizienzhauses entspricht oder für eine umfassende Sanierung, die Ihr Wohneigentum zum KfW-Effizienzhaus macht.
  • Energieeffizientes Sanieren – Sonderförderung: Programm-Nr. 431
    qualifizierte Baubegleitung durch einen externen Sachverständigen während der Sanierungsphase.
  • KfW-Programm Erneuerbare Energien: Programm-Nr. 270
    Förderung von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, z. B. aus Sonne, Biomasse, Wasser, Wind, Erdwärme, Anlagen zur Wärmeerzeugung und Anlagen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung (KWK).

Bei der Vielzahl der Fördermöglichkeiten haben Sie jetzt die Qual der Wahl! Aber auch hierbei erhalten Sie Unterstützung. Die Gemeinde bietet eine kostenlose Energieberatung an. Anmeldung bei Frau Riess: Tel. 089/61 37 71 88. Auch im Bauzentrum München-Riem erhalten Sie eine kostenlose halbstündige Energieberatung. Telefonische Anmeldung unter 089/50 50 85.

Denn eins ist klar: Weniger Energieverbrauch bedeutet weniger Umweltbelastung und langfristig sind Sie durch geringere Energiekosten der Gewinner!

Monika Straub