Bilder des Monats im Jahr 2018

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November 2018

Gemeiner Spaltblättling

An einem dünnen Zweiglein wachsend vermittelt dieser Pilz – der Gemeine Spaltblättling – Grazie und Zerbrechlichkeit. So harmlos wie er auf dem Foto daher kommt, ist er aber nicht. Der äußerst temperatur- und trockenheitstolerante weitverbreite giftige Pilz ist an fast allen Baumarten zu finden. Er wird auch für die Weißfäule an Buchen verantwortlich gemacht. Er soll aber auch für die Ölförderung positive wirtschaftliche Bedeutung haben.
Eike Hagenguth

Oktober 2018

Silberdistel
Silberdistel

Die Silberdistel ist eine ausdauernde, krautige Pflanze die fast stängellos ist oder eine Wuchshöhe von bis zu 40 cm erreicht. Mit ihrer bis 1 Meter tief reichenden Pfahlwurzel gilt sie als Tiefwurzler. Vielen dürfte die Distel von Bergwanderungen her bekannt sein, denn in den Bergen ist ihr Hauptverbreitungsgebiet. Aber auch bei uns kommt die Art vereinzelt vor. Das herrliche Exemplar auf dem Foto, mit 9 Blüten, wuchs an einem von ihr bevorzugten Standort, einer sommerwarmen, extensiv gepflegten Magerrasenfläche.
Hans Jakob

 

 

 

September 2018

Wiedehopf
Wiedehopf
Fotos: Markus Dähne

Der in ganz Europa selten gewordene, wunderschöne Wiedehopf (in Deutschland gibt es nur noch ca. 400 Brutpaare) ist kein bei uns am Ort heimischer Vogel. Trotzdem ist er in der Zugzeit im Frühjahr und Spätsommer/Herbst immer wieder mal als Gast zu beobachten, wenn er Rast macht auf seinem Flug von bzw. nach Afrika (sein Überwinterungsgebiet). Antreffen kann man ihn hauptsächlich auf Pferdekoppeln, wo er seine Nahrung am Boden sucht. Diese besteht aus Regenwürmern, Engerlingen, Schnecken, Käfern, Grillen, Spinnen, Asseln, …
Die Fotos entstanden während des diesjährigen Herbstzugs auf einer Pferdekoppel in Oberhaching.
Hans Jakob

August 2018

Faulbaum-Bläuling
Foto: Brigitte Herion

Bläulinge sind kleine Schmetterlinge, die wärmeliebend sind und hauptsächlich auf trockenen, extensiv gepflegten Magerrasenflächen vorkommen. Es gibt aber auch Arten, wie der Faulbaum-Bläuling, dessen Lebensraum der Laubwald ist. Die verschiedenen Arten der Bläulinge lassen sich oft nicht auf den ersten Blick unterscheiden. Der Faulbaum-Bläuling ist ein bei uns seltener Falter mit nur 2 – 3 cm Flügelspannweite. Er fliegt in zwei Generationen von April bis September. Die Eiablage erfolgt an den Blättern der Futterpflanzen der Raupen. Dies ist hauptsächlich der Faulbaum, aber auch Apfelbaum, Johannisbeere, Kreuzdorn und weitere.
Hans Jakob

Juli 2018

Raupe Königskerzen-Mönch (Brauner Mönch)

Diese hübsche, reinweiße, mit gelben Flecken und schwarzen Punkten versehene Raupe wird einmal ein Königskerzen-Mönch (auch Brauner Mönch genannt). Dieser kleine Schmetterling gehört zur Familie der "Eulen". Die Raupen sitzen völlig frei auf der Futterpflanze – der Mehligen Königskerze – und fressen eifrig in sich hinein. Offensichtlich ist die Farbkombination eine Warnfärbung für Fressfeinde, die auf einen unangenehmen Geschmack hinweist.
Inge Mebus

Juni 2018

Knabenkraut
Foto: Walter Straub

Das Knabenkraut (wovon es verschiedene Arten gibt) gehört zur Familie der Orchideengewächse. Orchideen kommen bei uns hauptsächlich auf den wenigen, vorhandenen Magerrasenflächen vor. Sie leben in Symbiose mit bestimmten Bodenpilzen und sind damit gut an nährstoffarme Böden angepasst. Die staubfeinen Samen werden weit vom Wind verweht und durch Niederschläge in den Boden eingewaschen. Da sie kein Nährgewebe besitzen, keimen sie nur in Symbiose mit bestimmten Pilzen. Sie benötigen von der Keimung bis zur blühfähigen Pflanze eine mehrjährige Entwicklungszeit. Kräftige Pflanzen vermehren sich aber auch, indem sie mehrere neue Knollen bilden. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni. Das herrliche Exemplar auf dem Foto hat sich über viele Jahre in einer extensiv gepflegten Wiese eines Oberhachinger Gartens entwickelt.
Hans Jakob (Foto: Walter Straub)

Mai 2018

Mauersegler
Foto: Markus Dähne

Mauersegler – die oft als Schwalben angesehen werden – verbringen fast ihr gesamtes Leben in der Luft. Diese sind mit einer Flügelspannweite von über 40 cm jedoch erheblich größer als Schwalben und sind auch durch ihre sichelförmigen Flügel von diesen unterscheidbar. Die eleganten Segler (bis 200 km schnell) sind perfekt an den Luftraum angepasst und verbringen nahezu ihr gesamtes Leben in der Luft. Sie fressen, trinken, schlafen und paaren sich sogar im Fliegen. Ihre Nahrung besteht aus schwebenden Insekten und Spinnen, nach denen sie knapp über dem Boden, aber auch in Höhen bis 3.000 m jagen. Mauersegler benötigen die Erde nahezu nur um zu brüten. Sie brüten überwiegend in höheren Häusern, wo sie Nischen, Spalten und Hohlräume nutzen (oft unter Dächern). Die Vögel pendeln zwischen Europa und der Sahara. In ihre Brutgebiete bei uns kommen sie Ende April bis Anfang Mai und verlassen diese nach erfolgter Brut bereits Anfang August wieder.
Hans Jakob

April 2018

Persischer Ehrenpreis
Persischer Ehrenpreis

Der Persische Ehrenpreis ist, wie auch weitere Ehrenpreisarten ein typisches Ackerwildkraut. Die hier auf dem Foto erkenntliche Pflanze hat mit vielen Weiteren am Ackerrand eine Glyphosatspritzung im Spätsommer des vergangenen Jahres überlebt. Möglicherweise deshalb, weil der Ackerrand nicht die volle Menge des Herbizides abbekam. Die Art hat eine sehr lange Blütezeit, oft blüht sie schon im Januar und dient vielen Insekten als erste Nahrungsquelle.
Eike Hagenguth

März 2018

Springfrosch

Die Krötenwanderung ist ein für die meisten Bürger eingängiger Begriff. Doch nur die Eingeweihten wissen, dass weitere Arten vom Straßentod bedroht sind. Der Springfrosch z.B. ist etwas früher auf der Wanderschaft. Sein Laichverhalten ist eher ein Heimliches. Mit leisen Wog- Wog- Wog-Rufen auch unter Wasser wirbt Er um ein Weibchen. Bei Erfolg findet man dann auch unter der Wasseroberfläche einen Laichballen.
Eike Hagenguth

Februar 2018

Zaubernuss

Die Zaubernuss (in diesem Fall Hamamelis mollis) ist eine der frühest blühenden Gehölze bei uns. Normalerweise sollte der Strauch erst gegen Ende Februar blühen. In diesem Jahr blüht die Zaubernuss aber bereits ab Ende Januar. Der Klimawandel macht's möglich. Der zarte Duft der Blüten soll auch etliche Insekten anlocken. Das beschränkt sich allerdings nur auf frühlingshafte Wintertage.
Eike Hagenguth

Januar 2018

Wintergoldhähnchen

Man muss sich wundern, dass so ein winziger Vogel – wie auf diesem Foto das Wintergoldhähnchen – unseren Winter meist unbeschadet übersteht. Dieses nur 4-5g leichte Vögelchen sucht normalerweise seine Nahrung in den Wäldern (bevorzugt in Nadelwäldern). Entsprechend ihrer geringen Größe besteht ihre Hauptnahrung vor allem aus kleinen Spinnen, baumbewohnenden Springschwänzen, Blattläusen und Spinnen- sowie Insekteneiern. Gelegentlich suchen sie aber auch im Winter Nahrung an Meisenknödel.
Eike Hagenguth